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Film-Ideen         (Stand: 21.02.2019)

Um es vorweg zu nehmen: Es gibt kein Kochrezept, eine Idee zu bekommen.
Weiter unten beschreibe ich aber, wie man da etwas nachhelfen kann.

Wie finde ich eine Idee zu einem Film?

TEXT      Das einfachste ist natürlich, wenn es einem sozusagen zufliegt. Das kann bei ganz alltäglichen Abläufen passieren, wo man denkt, das ist ja Filmreif und könnte in einem Film widergegeben werden. Eine andere Möglichkeit ist, wenn wir träumen. Da spielen sich oft die kuriosesten Geschichten ab. Es soll sogar Menschen geben, die Fortsetzungen träumen. Das Problem daran ist jedoch, sich daran zu erinnern. Man müsste sich sofort nach dem Aufwachen Notizen und/oder Skizzen machen.

Ein Film muss nicht zwanghaft etwas zeigen, was es noch nie gegeben hat, obwohl das perfekt wäre. Das ist aber auch fast unmöglich, denn es kommen täglich neue Filme auf den Markt. Man kann im Film aber eine Geschichte erzählen, die bereits mehrfach in Filmen erzählt wurde. Es kann dann aber z.B. in einer anderen Zeit, oder anderen Umgebung dargestellt werden.

Es geht also darum, bestimmte Elemente so zu verbinden, die es in dieser Zusammensetzung noch nie gab. Natürlich wäre es schön, wirklich etwas zu finden, was es noch nie gab.

Was verstehe ich eigentlich unter dem Begriff "Film drehen"?

Die am wenigsten aufwändige Möglichkeit ist etwas in einen Film zu quetschen, was ohnehin abläuft. Das sind z.B. Hochzeiten oder auch Sportveranstaltungen.

Als nächstes folgt etwas, was man selber in der Hand hat wie z.B. den Urlaubsfilm, oder auch eine Dokumentation.

Danach wird es umfangreich, denn es fängt schon bei der Idee an. Diese Idee muss man erst einmal haben und wenn man sie hat, muss dann nach einigen Notizen alles in einem Drehbuch und/oder Storyboard erfasst werden.

Möglichkeiten für eine eigene Filmidee

Erst einmal die Klassiker wie Brainstorming, Mind Mapping und all die anderen Sachen, die man so lernt. Oft helfen diese Methoden auch um erste Ansätze zu finden. Das kann aber auf Dauer zu langweilig werden. Bevor man krampfhaft versucht, eine Idee zu finden können ein paar Fragen, bzw. die Antworten eine grobe Richtung vorgeben.

Warum möchte ich überhaupt einen Film machen?
Diese Frage ist sicherlich auf den ersten Blick etwas seltsam, aber dennoch sehr wichtig. Man sollte mit sich klar sein, warum man unbedingt einen Film machen möchte. Wenn man dadurch ein Star werden möchte, ist es sicherlich, nennen wir es mal, ein sehr hohes Ziel. Die eigene Motivation sollte man kennen, denn es ist wichtig für spätere Ideen.

Was beschäftigt mich momentan?
Das ist einer der ersten Fragen, die du dir stellen solltest. Über was denkst du oft nach? Was macht dir Spaß, bzw. was machst dir Sorgen? Die Antworten könnten erste Ansätze einer Richtung erkennen lassen.

Welche Art von Film?
Soll es ein Actionfilm oder ein Liebesfilm sein? Eine Richtung sollte man vor der eigentlichen Ideenfindung bereits kennen. Sie hilft bei dem Verlauf der Ideensuche und setzt bereits erste Grundsätze. Soll es ein Kurzfilm, oder ein längerer Spielfilm werden? Die Beantwortung kann helfen, die Ideensuche einzugrenzen. Im Normnalfall stehen diese Antworten aber bereits vor der eigentlichen Ideenfindung fest.

Was möchte ich erreichen?
Die Antwort auf diese Frage ist nicht unwichtig. Will ich Geld verdienen, oder nur den Youtube-Kanal erweitern? Soll es etwas werden, was zum Denken anregt? Die Antwort ist extrem wichtig.

Was steht mir zur Verfügung und wer könnte mir helfen?
Seine eigenen Mittel zu kennen ist wichtig, denn davon hängt sicherlich vieles ab. Wenn man nur eine kleine Digitalkamera besitzt, braucht man gar nicht an einen Kinofilm denken. Realistisch zu bleiben ist sicherlich hilfreich, denn dadurch werden automatisch Grenzen für eine Ideenfindung gesetzt.

Was ist die Zielgruppe?
Wen möchte ich mit dem Film erreichen? Es gibt bekanntlich Altersgruppen mit unterschiedlichen Auffassungen, was überhaupt ein Film ist. Ein Film für die ältere Generation ist eher ruhig. Action- oder Kung-Fu-Filme werden hier weniger angenommen. Machst du einen Film für Leute in deinem Alter, dann solltest du wissen, was diese Leute beschäftigt. Jeder Lebensabschnitt hat unterschiedliche Betrachtungen auf die gleiche Sache. Ein Mann kauft sich einen Anzug, der erst einmal zur Hochzeit angezogen wird und später zu Beerdigungen.

Tips, wie man vorgehen kann, um einen Film zu erstellen
Wenn man noch keine Erfahrungen beim Drehen von Filmen oder Videos gesammelt hat, könnte man ganz einfach anfangen.

Möglichkeit 1: Ein Interview.
Zum Beispiel könnte das Thema Straßenverkehr sein.
    Brainstorming:
  • Immer mehr Verkehr
  • Laute Motorräder
  • Stau
  • Fahrräder zwischen den Autos
  • usw.
Hier kann Frage und Antwort mit entsprechenden Kameraeinstellungen geübt werden.

Möglichkeit 2: Ein Kurzfilm, ganz oder teilweise ohne O-Töne.
Zum Beispiel könnte auch hier das Thema Straßenverkehr sein.
    Brainstorming:
  • Immer mehr Verkehr
  • Laute Motorräder
  • Stau
  • Fahrräder zwischen den Autos
  • usw.
Es können die gleichen Stichworte sein, jedoch steht hier nicht die Frage und Antwort an, sondern Beispiel-Scenen, die die Stichworte zeigen. Während des Filmdrehs nicht um den Ton kümmern, denn das ist eine eigene Wissenschaft für sich. Wenn der Film fertig geschnitten ist, legt das sogenannte Voice Over darüber, was das gefilmte kommentiert.

Möglichkeit 3: Eine kurze Dokumentation, ganz oder teilweise ohne O-Töne.
Zum Beispiel könnte auch hier das Thema Straßenverkehr sein.
    Brainstorming:
  • Immer mehr Verkehr
  • Laute Motorräder
  • Stau
  • Fahrräder zwischen den Autos
  • usw.
Auch hier können es die gleichen Stichworte sein, jedoch steht hier die Dokumentation im Vordergrund. Es sollte hier nicht nur die Information über "Immer mehr Verkehr" gezeigt werden, sondern auch wie es dazu kam, bzw. was die Gründe sind. Auch hier erst einmal nicht während des Filmdrehs um den Ton kümmern. Wenn der Film fertig geschnitten ist, legt auch hier das sogenannte Voice Over darüber, was das gefilmte kommentiert.

Alle drei Möglichkeiten können natürlich miteinander kombiniert werden, was bei längeren Filmen das Ganze etwas auflockert und Abwechslungsreicher wirkt und ist.

Das Thema Straßenverkehr kann natürlich von verschiedenen Seiten gesehen werden. Der eine findet es besser, wenn mehr Verkehr (mehr potenzielle Käufer) an seinem Geschäft vorbeikommt und der andere möchte lieber immer freie Fahrt haben. Es ist sicherlich auch interessant, aus welcher Altersgruppe das Ganze gesehen wird.

Strickmuster ":M-O-S-E" (Menschen - Orte - Sachen - Ereignisse)

Nach der Frage, was fällt dir spontan zum Thema Straßenverkehr ein, könnte z.B. der Begriff "Auto" fallen. Damit wäre der Bereich "Sachen" abgedeckt.
Nun müssen die offenen Bereiche in Bezug auf "Auto" mit spontanen Ideen ausgefüllt werden. Bei "Menschen" könnte es Tom sein, weil der immer so aggressiv beim Autofahren ist. Bei "Orte" könnte es eine Einbahnstraße sein. Bei "Ergebnis" könnte es dann ein Unfall sein, weil Tom verkehrt herum in der Einbahnstraße fuhr.

Nun hat man bereits das Grundgerüst einer Geschichte, die es jetzt auszubauen gilt. Es muss nicht der Realität entsprechen, denn es geht um die Erstellung eines Films und das sollte möglichst unterhaltsam sein. Natürlich kann das, wie oben beschrieben auch als Interview, Kurzfilm, oder Dokumentation verfasst werden. Das bleibt jedem Filmemacher selbst überlassen.


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