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Hardware

(Stand: 08.03.2020)

Auf dieser Seite soll die Hardware beschrieben werden, die für die Video/Filmaufnahme und Bearbeitung benötigt wird.
Es ist also ein Mix aus der Hardware für die Aufnahme, das Streamen und/oder die anschließende Bearbeitung.

Auslesen der eigenen Hardware

Unter Windows:
  • Windows-Taste+R (Ausführungsfenster öffnet sich) "msinfo32" eingeben und mit "OK" bestätigen
Unter Linux:
  • cat /proc/cpuinfo
  • lscpu
  • free
  • top

Die Speicherung der Filmdaten in der Kamera

Die Frage nach dem geeigneten Datenspeicher ist immer wieder ein Thema, zumal sich die Datenmenge stätig vergrößert.
In der Regel gibt jedoch das Kameramodell den Speichertyp vor.
Ein limitierender Faktor in der Geschwindigkeit bei Speicherkarten ist das Interface, an dem die jeweilige Karte angeschlossen wird.
  • XQD Speicherkarten basieren auf einer direkten PCIexpress Anbindung und erlaubt maximale Datenraten von fast 1 GB/s.
  • CFast 2.0 basiert auf dem S-ATA 6 Protokoll mit ca. 600MB/s.
  • SDXC-Karten liegen zurzeit (07/2018) bei maximal 312 MB/s, was für unkomprimierte 4K-RAW-Aufnhamen schon zu wenig ist.
    Bei einer Class 6 SDXC-Karte ist eine Datenrate von "nur" 6 MB/s garantiert.
Sobald eine Datenkompression angewendet wird, kann auf Speicherkarten 4K-Video aufgenommen werden.

BezeichnungMax. KapazitätMaximale Geschwindigkeit des Interfaces
SD (SD 1.01)1 GB12,5 MB/s
SD (SD 1.1)2 GB12,5 MB/s
SDHC (SD 2.0)32 GB25 MB/s
Express-Tempo (siehe SDUC) gibt es bald auch für SDHC und SDXC
SDXC (SD 3.01)2 TBUHS-I
50 MB/s (SDR50, DDR50) - 104 MB/s (SDR104)
Express-Tempo (siehe SDUC) gibt es bald auch für SDHC und SDXC
SDXC (SD 4.1)2 TBUHS-II
156 MB/s (FD156) - 312 MB/s (HD312)
Express-Tempo (siehe SDUC) gibt es bald auch für SDHC und SDXC
SDXC (SD 7.0)128 TBUHS-III
Lesen bis 624 MB/s, Schreiben 30 MB/s bis 624 MB/s
oder Ex(press)
Lesen bis 985 MB/s, Schreiben 60 MB/s bis 985 MB/s
CompactFlash 1.0128GB8,3MB/s (PIO Mode2)
CompactFlash 2.0128GB16,6 MB/s (PIO Mode 4)
CompactFlash 3.0128GB66MB/s (UDMA 66)
CompactFlash 4.0128GB133 MB/s (UDMA 133)
CompactFlash 5.0> 2TB133 MB/s (UDMA 133)
CompactFlash 6.0> 2TB167 MB/s (UDMA 7)
CFast 1.0> 2TB300 MB/s (S-ATA 3)
CFast 2.0> 2TB600 MB/s (S-ATA 6)
XQD 1.0> 2TB500 MB/s (4 Gbit, PCIe v2.0 x1)
XQD 2.0> 2TB985 MB/s (8 Gbit, PCIe v3.0 x1)
Schnelle SSDs arbeiten bereits über den zuvor genannten Limits in der Tabelle.
Auf M.2 bzw. U.2-Datenträger gehe ich weiter unten ein.

SD-Karten

SD-Karten sind wohl im privaten Bereich die meist verwendete Speicherkarte in Kameras.
TEXT SD-Karten gibt es derzeit (03/2020) in vier verschiedenen Kategorien.
Siehe auch Beschreibungen in der oben gezeigten Tabelle.
TEXT   Die SD-Karten gibt es in zwei verschiedenen Geschwindigkeitsklassen, die unterschiedlich angezeigt werden.
TEXT   Um die derzeit höchste Geschwindigkeit erreichen zu können, wurden weitere Kontakte (PCIe gen3 mit NVMe) hinzugeführt.
Das Prinzip kann bei UHS-I, UHS-II und UHS-III verbaut werden.
TEXT   Hier noch einmal Beispiele für die verschiedenen Leistungsklasse.
Die Karten werden in den Formaten "Standard" und &qout;Micro" hergestellt. Das Format "Mini" hat sich nicht durchgesetzt.
TEXT   Beispiele für die verschiedenen Angaben der Leistungsklassen.
TEXT   Deutliche Geschwindigkeitsunterschiede zwischen UHS-I und UHS-II.
Das wurde mit der Freeware "CrystalDiskMark": gemessen.

Speicherbedarf und Lebensdauer

Es steht immer wieder die Frage im Raum, welchen Speicherbedarf ein Film benötigt. Für die Beantwortung kann der Kalkulator genutzt werden.
Der Kalkulator berechnet nur bis zu Full HD (1920 x 1080). Bei 4K muss das Ergebnis mal 4 und bei 8K mal 16 genommen werden.

Wie lange müssen die Daten aufgehoben werden und welcher Speicher ist dazu geeignet?
SpeichermediumMax. Lebensdauer
CD30 Jahre
DVD30 Jahre
BluRay50-100 Jahre
Interne Festplatten5-10 Jahre
Externe Festplatten10 Jahre
SSD10 Jahre
USB-Sticks30 Jahre
SD-Karten10-30 Jahre
Cloud-SpeicherTheoretisch unbegrenzt
Man kann das natürlich glauben, aber sehr viele kennen das Problem.
Die Theorie ist das eine, aber die Praxis leider oft etwas anderes.
Selbst Daten in der Cloud können verloren gehen, wenn z.B. der Anbieter Pleite geht.

Es bleibt wohl nur, von den Daten Kopien auf verschiedenen Datenträgern zu erstellen. Das ist aber bei den immer größer werdenden Datenmengen zunehmend eine echte Herausforderung.

Möglichkeiten zur Speicherung der Filmdaten mit Sicherheitsaspekten

Wenn z.B. Filmdaten auf Festplatten gesichert werden, kann die Sicherheit erhöht werden, wenn man sogenannte RAIDs (Redundant Array of Independent Disks) anlegt. Bei RAID 0 gibt es allerdings keine zusätzliche Sicherheit.

Wenn man z.B. im RAID-5 einfach einmal eine Festplatte im laufenden Betrieb entnimmt, oder sie tatsächlich defekt ist, wird der Fehler sofort erkannt. Nach Einsatz einer Ersatz-Festplatte wird fehlerfrei durch Rekonstruktion auf die neue Festplatteder Fehler behoben. So ein RAID-System kann aber auch direkt an Kameras angeschlossen werden, um große Datenmengen nach dem Dreh schnell zum Schnitt zu bringen. Bei den heutigen Datenmengen müssen dazu allerdings SSDs eingesetzt werden.

DIE RAID-OPTIONEN

Achtung: Nicht alle Raidcontroler können alle RAID-Level. Die gebräuchlichsten sind wohl die Level 0, 1 und 5.

RAID-0
Alle physikalischen Festplatten werden zu einem großen virtuellem Speichermedium zusammengefasst. Dies bietet die schnellste Datenübertragung und eine große Speicherkapazität. Achtung, der Ausfall einer einzelnen Festplatte im Array führt zum Datenverlust des gesamten Systems.

RAID-1 Jede Festplatte des Arrays wird auf eine identische gespiegelt. Dabei steht nur noch die Hälfte des physikalischen Gesamtspeichers zur Verfügung. Dafür hat man eine 100 Prozentige Redundanz. Man hat dadurch keine schnellere Datenübertragung.Die Spiegelung der Festplatten kann auch an unterschiedlichen Orten (Brandabschnitte) stattfinden.

RAID-5
Diese Einstellung benötigt mindestens drei physikalische Festplatten und nutzt jede durch Sector Striping davon, um eine Sicherheit für die jeweils anderen zu bieten. Dabei hat man eine hohe Datenrate sowie eine Sicherung, sollte eine der Festplatten ausfallen. Eine der eingesetzten Festplatten verliert man bei der Speicherkapazität, da auf ihr Prüfsummen geschrieben werden.

RAID-6
Diese Einstellung benötigt mindestens vier physikalische Festplatten und nutzt jede davon, um eine Sicherheit für die jeweils anderen zu bieten. Dabei hat man eine relativ hohe Datenrate sowie eine Sicherung, sollten bis zu zwei der Festplatten ausfallen. Zwei der eingesetzten Festplatten verliert man bei der Speicherkapazität, da auf ihnen zwei unterschiedliche Prüfsummen geschrieben werden. Beim RAID-6 wird wie bei RAID-5 auch mit Sector Striping gearbeitet. Zusätzlich wird ein Paritätslaufwerk verwendet, das über einen asynchronen Datenpfad und einen Cache verfügt. Ein Spannungsverlust vor der Aktualisierung der Parität aus dem Cache führt zu unterschiedlichen Datenbeständen zwischen Datenspeicher und Parität. Um das zu verhindern braucht das Paritätslaufwerk und der Cache redundante Netzteile, wobei eins davon an einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) angeschlossen wird.

RAID-7
RAID 7 ist eine Erweiterung von RAID 6. Hier werden alle eingehenden und ausgehenden Zugriffe einem zentralen Cache übergeben. Die Daten werden per Sector Striping auf mehrere Festplatten gespeichert. Mehrere Reserve-Festplatten übernehmen beim Ausfall einer Festplatte die gespeicherten Daten. Statt nur einer, können gleich mehrere Paritätslaufwerke definiert werden. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Zugriffe ist hoch. Der zentrale Cache benötigt mehrere redundante Netzteile und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV).

RAID-10
Hier werden mindestens vier physikalische Festplatten benötigt, wobei jeweils zwei davon in ein RAID-1 Array zusammengefasst werden und diese beiden RAID-1 Arrays wiederum zu einem RAID-0 Array. Dabei wird der nutzbare Gesamtspeicher halbiert und die Datenrate verdoppelt.

RAID-50
Diese Konfiguration ist ein Verbund von mehreren RAID-5 Arrays mit jeweils mindestens drei physikalischen Festplatten unter einem RAID-0 Array. Der Speicher jeweils einer Festplatte aus einem RAID-5 Array ist nicht verfügbar, allerdings kann auch jeweils eine Festplatte pro RAID-5 Array ausfallen.

RAID-51
Diese Konfiguration ist ein Verbund von mehreren RAID-5 Arrays mit jeweils mindestens drei physikalischen Festplatten unter einem RAID-1 Array. Die Spiegelung der RAID-5 Arrays kann auch an unterschiedlichen Orten (Brandabschnitte) stattfinden. Der Speicher jeweils einer Festplatte pro RAID-5 Array ist nicht verfügbar, allerdings kann auch jeweils eine Festplatte pro RAID-5 Array ausfallen. Da dem RAID-5 ein RAID-1 übergeordnet ist, können ganze RAID-5 Arrays ausfallen, da es ja noch einmal im jeweils anderen RAID-1 existiert.

Fazit der Speicherung von Daten
Die vorgenannten Möglichkeiten sind im Grunde genommen nur angebracht, wenn man permanent sofort auf alle "alten" Daten zugreifen muss, wie z.B. "ich wünsche mir den Titel xyz" bei einer Radiosendung. Die permanent vorgehaltene Speicherkapazität sprengt wohl auch bei den meisten den Rahmen.

Es gibt natürlich eine relativ einfache Lösung, denn man muss nicht ständig auf alle Daten Zugriff haben. Einfach auf zwei externe z.B. USB-Festplatten (Master/Slave) in einer Dockingstation die Daten kopieren bzw. verschieben. Sollte eine Festplatte defekt sein, einfach eine neue nehmen und den Inhalt der noch intakten Festplatte auf die neue kopieren. Das hat den Vorteil, dass man die Platten nicht dauernd angeschlossen haben und unter Strom halten muss. Wenn ein (Master/Slave) Verbund voll ist, nimmt man einfach zwei zusätzliche Festplatten usw.

Für die aktuell zu bearbeitenden Daten sollte jedoch über ein RAID-Verbund nachgedacht werden. Es geht hier auch nicht nur um die Daten, sondern auch um das System und die installierten Programme. Um den "alten" Stand wieder herzustellen, kann das viel Zeit in Anspruch beanspruchen.

Übrigens, ein Systemimage hat auch seine Vorteile.

Schnelle Datenspeicher (M.2 und U.2 über MVME)

SSDs könnten viel schneller lesen und schreiben, wenn sie nicht vom verwendeten Bus limitiert wären.
Der SATA-3-Standard sieht eine maximale Übertragungsrate von 6 GBit/s vor, so dass man in der Praxis maximal 550 MByte pro Sekunde von der SSD lesen und schreiben kann. Diese Begrenzung kann man umgehen, indem der SSD-Speicher über PCI-Express angeschlossen wird. Entsprechende PCIe-Karten sind jedoch relativ teuer. SSDs werden in der Regel über den SATA-Anschluss verbunden und nutzen das sogenannte AHCI-Protokoll zur Datenübertragung. Während bei Festplatten noch ihre Mechanik die Geschwindigkeit des Speichers begrenzt, ist es bei SSDs der SATA-Anschluss und das AHCI-Protokoll.
Eine Geschwindigkeitserhöhung erreicht man mit dem neuen NVME-Protokoll, welches das altbekannte AHCI-Protokoll ablösen soll. NVME steht für Non-Volatile Memory Express (Nicht flüchtiger Speicher Express). Der große Vorteil von NVME sind geringe Verzögerungen, auch Latenzen genannt. Jede Nano-Sekunde wartet die CPU auf Daten. NVME bietet ganze 65536 sogenannte I/O-Queues (Input/Ouptput-Warteschlangen) mit jeweils 65536 Befehlen statt einer Warteschlange mit nur 32 Befehlen bei AHCI. Die Folge ist, dass die CPU effizienter genutzt wird, was sich auch in der Geschwindigkeit der Datenübertragung widerspiegelt.

Die Vorteile von NVME-SSDs sind:
  • schnellere Übertragung großer Datenmengen
  • erhöhte Boot-Geschwindigkeit von Windows
  • verbesserte Programm-Ladezeiten
  • schnellere System-Reaktionszeit
M.2, oder auch Next Generation Form Factor, kurz NGFF, ist eine Speichersteckkarte, die in ein eigens dafür verbauten Slot gesteckt wird. Elektrisch umfasst die Schnittstelle Kontakte für den Transport von SSD, SAS, SATA und PCI-Express mit bis zu 4 Leitungen/Lanes, was eine maximale Bandbreite von 32 GBit/s ermöglicht. Die Abmessungen einer M.2-Karte werden codiert, indem Breite und Länge in Millimetern hintereinander angegeben werden. Eine M.2 2280 ist also 22 mm breit und 80 mm lang. Man muss also vor einem Kauf die maximal mögliche Länge feststellen.

M.2 B-M-Key Es gibt M.2 Karten mit B oder M-Key, was sich in unterschiedlichen Auskerbungen in der Steckerleiste darstellt.
Es gibt aber auch Karten mit beiden Kodierungen.
M.2 B-M-Key Die Crucial M500 als M.2-2280-Karte. Gut erkennbar sind die beiden Aussparungen am Anschluss für die Key-B+M-Kodierung.
Diese SSD kann in beiden Slots (B und M) verbaut werden.
M.2 B-M-Key Hier eine Steckkarte (SSD 950 Pro) mit Key M. Das bedeutet eine Bandbreite von bis zu 32 GBit/s. Das ist mehr als das Fünffache von SATA 3.
M.2 B-M-Key Es gibt Adapter-Steckkarten für den M.2 Slot, um dann eine Kabelverbindung wie bei U.2 verwenden zu können. Aber auch hier auf die Kodierung (B oder M) achten.
U.2 Platten haben den gleichen Stecker wie SATA Express und SAS, die Pinbelegung ist aber unterschiedlich. Man kann deshalb nicht einfach andere Kabel mit einem SFF-8643 Stecker für U.2 SSDs benutzen.
M.2 B-M-Key U.2 verbindet die Datenträger über ein Kabel mit dem Stecksockel, was gegenüber M.2 sehr variabler ist. Elektrisch umfasst die Schnittstelle (wie auch bei M.2) Kontakte für den Transport von SSD, SAS, SATA und PCI-Express mit bis zu 4 Leitungen/Lanes, was eine maximale Bandbreite von 32 GBit/s ermöglicht. Zusätzlich ist über U.2 auch das Hot-Swapping möglich.

Übersicht der maximalen Geschwindigkeiten der verschiedenen Anschlussarten einer SSD:

Anbindung SATA 3 PCIE 2.0
X2
PCIE 2.0
X4
PCIE 3.0
X2
PCIE 3.0
X4
Max. Geschw. 6 GBit/s 10 GBit/s 20 GBit/s 16 GBit/s 32 GBit/s
Max. Lesen 550 MByte/s 800 MByte/s 1600 MByte/s 1250 MByte/s 2500 MByte/s


Beamer

Es ist etwas völlig anderes, ob man sich einen Film über einen Monitor bzw. TV-Gerät, oder eben über einen Beamer auf einer großen Fläche wie im Kino anschaut.
Wer sich einen 2D- oder 3D-Beamer zulegen möchte, muss sich mit den Begriffen DLP, LCD, LED und mittlerweile auch mit Laser auseinandersetzen.
Projektoren arbeiten mit unterschiedlichen Technologien. Am häufigsten werden Beamer zurzeit mit DLP- und LCD- Technologie angeboten.

LCD-Beamer liefern über Flüssigkristalldisplays (LCDs) das Bild. Diese Technologie ist bereits von den Flachbildschirmen bekannt. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um einen Flüssigkeitsfilm, um die Inhalte darzustellen. Dank des transparenten Flüssigkeitsfilms wird der Lichtstrahl an die Leinwand projiziert. Hierbei wird zwischen transmissiv und reflektiv unterschieden. Bei transmissiven LCDs handelt es sich im Prinzip um ganz normale LCDs wie im Monitor, nur mit winzigen Pixeln. Bei reflektiven LCDs fällt das Licht auf das spiegelnde Panel und wird dabei moduliert. Jede Farbe nutzt ein eigenes LCD-Panel. Die roten, grünen und blauen Bilder werden erst auf der Leinwand zum Gesamtbild überlagert. Reflektive LCD-Beamer erkennt man an Kürzeln wie LCoS oder SXRD.

Vorteile LCD:
  • Sehr hochwertige Bilder möglich
  • Texte und Grafiken sind aufgrund scharfer Abgrenzung der Bildpunkte gut lesbar
  • verbesserte Programm-Ladezeiten
  • Preiswert, klein und leicht
Nachteile LCD:
  • Aufgrund der Trägheit von LCDs kommt es zum Nachziehen des Bildes
  • Lampen haben eine begrenzte Lebensdauer (etwa 2000 Stunden) und sind relativ teuer
  • Dauerbetrieb aufgrund der Lebensdauer der Lampen nicht ratsam
  • Einbrennen möglich
DLP-Beamer erzeugen das Bild mittels eines drehenden Farbrades. Der Vorteil ist der günstige Preis und eine in der Regel sehr gute Helligkeit, so dass der Beamer auch bei Tageslicht zum Einsatz kommen kann. DLP-Geräte mit Full-HD-Auflösung sind bereits ab wenigen Hundert Euro zu haben.

Vorteile DLP:
  • Die DMP-Chips reagieren sehr schnell und sind daher für bewegte Bilder optimal
  • Kein Nachziehen des Bildes
  • Kein Einbrennen
  • Durch das tiefere Schwarz ein höherer Kontrast im Gegensatz zu LCD-Projektoren
  • Feinere Grauabstufungen können dargestellt werden
  • Verwendete DMP-Chips im Vergleich zu LCD-Panels langlebiger
  • Pixelstruktur weniger stark ausgeprägt als bei LCD-Projektoren
Nachteile DLP:
  • Bei Geräten mit Farbrand "Regenbogeneffekte", wenn das Farbrad keine hohe Umdrehungsgeschwindigkeit hat
  • Beim Darstellen von bestimmten, einzelnen Grau-/Farbwerten kann es zum sichtbaren Flimmern kommen
  • Die Farbtreue ist mitunter nicht gegeben. DLP-Projektoren haben das Problem, ein sattes Grün, rote und orange Farbtöne darzustellen
  • Geräuschentwicklung durch den Lüfter und das Farbrad

LED-Beamer sind DLP-Beamer, bei denen jedoch LEDs als Lichtquelle eingesetzt werden.

Vorteile LED:
  • Geringer Stromverbrauch der LEDs (ca. 10 W)
  • LEDs erzeugen kaum Wärme. Lüfter und deren Geräusche entfallen.
  • Der Projektor selbst kann klein gehalten werden.
  • LEDs haben eine lange Lebensdauer mit über 20.000 Stunden.
  • Dank des sehr geringen Stromverbrauchs ist der Betrieb mit einem Akku möglich.
Nachteile LED:
  • Eine mangelnde Lichtstärke, denn die Beamer sind (noch) nicht so lichtstark.
  • Der Raum muss völlig abgedunkelt werden.
  • Die Projektionsfläche ist im Gegensatz zu den anderen zwei Technologien (noch) sehr klein.
  • Anschaffung eines Beamers mit LED-Technologie ist mit höheren Kosten verbunden.
Laser-Beamer gibt es mittlerweile auch zu kaufen, die aber im Vergleich zu den anderen Technologien deutlich teurer sind. Durch den Laserist das Bild deutlich heller zu sehen. Laser-Beamerkönnen also gut in Räumen eingesetzt werden, die nicht ganz abgedunkelt werden können, bzw. sollen.

Weitere wichtige Eigenschaften sind bei einer Kaufentscheidung entscheidend.
Auflösung - mindestens Full-HD (1920 x 1080 Pixel).
Anschlüsse - VGA ist Minimum. Möglichst HDMI, oder ein HDCP-fähiger DVI-I- oder DVI-D-Anschluss.
Kontrast - Mindestwert ist 10.000:1. Die Leuchtstärke sollte mindestens 500 Lumen betragen.

3D-Beamer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Technik nicht zu den meisten 2D-Beamern. Auch hier wird hauptsätzlichdie LCD- und die DLP-Technologie eingesetzt. Der wesentliche Unterschied zu den 2D-Beamern ist die Shutter-Technik. Dabei werden zwei Bilder hintereinander auf die Leinwand geworfen, während die vom Zuschauer getragene 3D-Brille die Informationen für das rechte und das linke Auge trennt. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der im Kino üblichen Technik. Einige Hersteller von 3D-Beamern arbeiten jedoch mit einer anderen Technik, einem Polarisationsverfahren, für das jedoch ein weiterer Projektor, ein Polfilter sowie eine metallisierte Leinwand nötig sind. Daher ist so eine Lösung viel aufwändiger und auch wesentlich teurer.

Bei gelegentlichem Gebrauch in Full-HD reichtein preiswertes Gerät. Wer mehr haben möchte, muss auch mehr zahlen, wie z.B. bei (4K) Ultra-HD(3840 x 2160 Pixel). Hier ist dann auch die Datenübertragung ein heikleres Thema.

Der Aufstellungsort ist entscheidend. Es muss eine freie Sicht zwischen Beamer und Leinwand herrschen und der Abstand zum Abspielgerät sollte möglichst kurz sein. Bei eingebautem Lens-Shift kann man den Beamer etwas seitlich platzieren. Eine Deckenmontage ist u.a. auch eine Überlegung wert. Kurzdistanz-Beamer können sehr nah an der Leinwand stehen. Allerdings muss die Projektionsfläche wegen des kurzen Abstands sehr eben sein. Ansonsten würden Falten in der Leinwand oder Strukturtapeten ungewollte Schatten ins Bild. Ein HDMI-Kabel wird ab ca. 10 Metern sehr teuer. Alternative sind drahtlose Module für den HDMI-Anschluss denkbar.

Sonstige-Hardware

Manchmal ist es besser, eine Hardware im Zusammenhang zu erklären. Deshalb befinden sich einige Beschreibungen auf anderen Seiten.

Hier geht es zur Beschreibung und Informationen der Blackmagic Produktion Camera 4K.
Zu den technischen Daten der Kamera geht es hier.
Weitere Informationen zu Hardware findet ihr in der Auflistung meiner Ausrüstung.
Beispiele für Hardware, die zur Vertonung usw. benötigt werden, findet ihr hier.
Etwas über den Belichtungsmesser Sekonic L-758findet ihr hier.
Die Steadycam und der Gimbal werden hier beschrieben.


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